Angststörungen: Was neurokognitive Testung sichtbar machen kann

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und werden in der klinischen Praxis primär über emotionale und körperliche Symptome erfasst. Weniger im Fokus stehen hingegen mögliche Veränderungen in kognitiven Prozessen – obwohl zahlreiche Studien darauf hinweisen, dass auch diese betroffen sein können.

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und stellen eine erhebliche Herausforderung für Gesundheitssysteme dar (World Health Organization, 2022). Sie umfassen eine Gruppe von Störungsbildern, darunter die generalisierte Angststörung, Panikstörung und soziale Angststörung, die durch übermäßige, anhaltende Angstreaktionen sowie durch eine erhöhte Sensitivität gegenüber potenziellen Bedrohungen gekennzeichnet sind (American Psychiatric Association, 2022). Neben emotionalen und physiologischen Symptomen wie innerer Unruhe, vegetativer Übererregung und Vermeidungsverhalten weisen diese Störungen auch eine ausgeprägte kognitive Komponente auf, die für das Verständnis ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung zentral ist.

In der klinischen Praxis liegt der Fokus traditionell auf den emotionalen und körperlichen Symptomen der Störung. Diese sind unmittelbar beobachtbar und werden von Betroffenen häufig klar berichtet. Demgegenüber bleibt die kognitive Ebene häufig weniger sichtbar, obwohl sie maßgeblich beeinflusst, wie Betroffene ihre Umwelt wahrnehmen, interpretieren und auf sie reagieren.

Aus kognitionspsychologischer Perspektive sind Angststörungen eng mit systematischen Veränderungen in der Informationsverarbeitung verbunden. Diese betreffen unter anderem die selektive Aufmerksamkeit für bedrohliche Reize, die Interpretation mehrdeutiger Situationen sowie die Regulation von Aufmerksamkeit und Kontrolle (Eysenck et al., 2007; Mathews & MacLeod, 2005). Damit wird deutlich, dass Angst nicht nur ein emotionales Erleben darstellt, sondern tief in grundlegende kognitive Prozesse eingreift.

Neurokognitive Veränderungen bei Angststörungen

Auch wenn neurokognitive Auffälligkeiten kein diagnostisches Kernmerkmal von Angststörungen darstellen, zeigt die Forschung konsistent, dass bestimmte kognitive Funktionen verändert oder beeinträchtigt sein können. Diese Effekte sind meist klein bis mittelgroß, aber dennoch klinisch relevant, da sie sich auf zentrale Alltagsfunktionen auswirken können (Millan et al., 2012; Suddell et al., 2023; Majeed et al., 2023).

Zu den am konsistentesten beschriebenen Bereichen gehören:

  • Arbeitsgedächtnis
  • Aufmerksamkeit
  • exekutive Funktionen
  • Reaktionsgeschwindigkeit

Diese Funktionsbereiche sind essenziell für die Steuerung zielgerichteten Verhaltens. Bereits geringe Veränderungen können daher erhebliche Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse, Problemlösefähigkeiten und die Regulation von Emotionen haben. Insbesondere in komplexen oder belastenden Situationen können solche kognitiven Veränderungen dazu führen, dass adaptive Strategien weniger effektiv eingesetzt werden.

Theoretische Einordnung kognitiver Prozesse

Zur Erklärung der beobachteten kognitiven Veränderungen bei Angststörungen wurden in den letzten Jahrzehnten verschiedene theoretische Modelle entwickelt, die unterschiedliche Aspekte der Informationsverarbeitung in den Vordergrund stellen. Diese Modelle liefern wichtige Erklärungsansätze dafür, warum kognitive Prozesse bei Angststörungen nicht nur verändert, sondern in vielen Fällen systematisch verzerrt sind (Mathews & MacLeod, 2005; Millan et al., 2012).

Eine zentrale Rolle spielt die Attentional Control Theory (Eysenck et al., 2007), die davon ausgeht, dass Angst die Balance zwischen zielgerichteter (top-down) und reizgetriebener (bottom-up) Aufmerksamkeit beeinträchtigt. Unter erhöhtem Angstniveau kommt es zu einer Dominanz automatischer, stimulusgetriebener Prozesse, während die Fähigkeit zur kognitiven Kontrolle eingeschränkt ist. Dies führt dazu, dass irrelevante oder störende Reize – insbesondere solche mit potenziell bedrohlichem Inhalt – schwerer ausgeblendet werden können (Eysenck et al., 2007).

Ergänzend dazu beschreiben Modelle der bedrohungsbezogenen Informationsverarbeitung, dass Personen mit Angststörungen dazu neigen, mehrdeutige Reize systematisch als bedrohlich zu interpretieren (Mathews & MacLeod, 2005). Diese Verzerrungen betreffen mehrere Ebenen der Verarbeitung: von der initialen Aufmerksamkeitsausrichtung über die Bewertung von Reizen bis hin zur Speicherung im Gedächtnis. Dadurch entsteht ein kognitives System, das potenzielle Gefahren überrepräsentiert und neutrale Informationen verzerrt verarbeitet (Mathews & MacLeod, 2005; Millan et al., 2012).

Ein weiterer relevanter Ansatz ist das Konzept der kognitiven Belastung. Demnach führen intrusive Sorgen und Grübelprozesse dazu, dass ein erheblicher Anteil der verfügbaren kognitiven Ressourcen gebunden wird. Besonders betroffen ist hierbei das Arbeitsgedächtnis, das für die kurzfristige Speicherung und Verarbeitung von Informationen zuständig ist. Wenn diese Ressourcen durch angstbezogene Inhalte belegt sind, steht weniger Kapazität für andere kognitive Aufgaben zur Verfügung (Moran, 2016; Eysenck et al., 2007).

Darüber hinaus werden in neueren Modellen auch motivationale und emotionale Faktoren stärker berücksichtigt. So wird angenommen, dass Angst nicht nur kognitive Prozesse beeinflusst, sondern auch deren Einsatz moduliert. Aufgaben, die als besonders belastend oder potenziell bedrohlich wahrgenommen werden, können beispielsweise vermieden oder mit erhöhter Vorsicht bearbeitet werden, was sich wiederum in veränderten Reaktionsmustern niederschlägt (Ferreri et al., 2011; Millan et al., 2012).

Insgesamt verdeutlichen diese theoretischen Ansätze, dass kognitive Veränderungen bei Angststörungen nicht isoliert auftreten, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Aufmerksamkeitsprozessen, Bewertungsmechanismen und kognitiver Kontrolle sind. Dieses Zusammenspiel bildet die Grundlage für viele der empirisch beobachteten Befunde (Millan et al., 2012; Mathews & MacLeod, 2005).

Differenzierte Befundlage: Zwischen Defizit, Verzerrung und Kompensation

Die empirische Befundlage zu neurokognitiven Veränderungen bei Angststörungen ist umfangreich und differenziert. Sie zeichnet sich jedoch durch eine hohe Heterogenität aus, die sowohl methodische Unterschiede als auch tatsächliche Variabilität zwischen Störungsbildern und Individuen widerspiegelt (Millan et al., 2012; Castaneda et al., 2008).

Arbeitsgedächtnis und kognitive Belastung
Zahlreiche Studien berichten Einschränkungen im Arbeitsgedächtnis, die sich über verschiedene Angststörungen hinweg zeigen (Millan et al., 2012; Moran, 2016; Suddell et al., 2023).
Diese Einschränkungen werden häufig im Kontext erhöhter kognitiver Belastung interpretiert. Intrusive Gedanken und Sorgen beanspruchen Ressourcen des Arbeitsgedächtnisses, wodurch weniger Kapazität für die Bearbeitung externer Aufgaben zur Verfügung steht. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt bei Aufgaben, die eine aktive Manipulation von Informationen erfordern (Moran, 2016).
Darüber hinaus zeigen einige Studien, dass die Beeinträchtigungen nicht konstant sind, sondern situationsabhängig variieren. Unter stressarmen Bedingungen können Betroffene oft vergleichbare Leistungen wie gesunde Kontrollpersonen zeigen, während unter Belastung deutliche Unterschiede sichtbar werden (Suddell et al., 2023).

Gedächtnisprozesse: Kurzfristig vs. langfristig
Auch im Bereich des Gedächtnisses zeigen sich differenzierte Befunde. Während das verbale Kurzzeitgedächtnis häufig beeinträchtigt ist, sind langfristige Gedächtnisleistungen weniger konsistent betroffen. Dies deutet darauf hin, dass insbesondere Prozesse der kurzfristigen Speicherung und Verarbeitung sensibel gegenüber angstbezogener Belastung sind (Nyberg, 2021; Millan et al., 2012).
Zudem gibt es Hinweise darauf, dass emotionale Inhalte bevorzugt gespeichert werden. Bedrohliche oder negativ bewertete Informationen werden häufig besser erinnert als neutrale Inhalte, was zur Stabilisierung angstbezogener Denkmuster beitragen kann (Mathews & MacLeod, 2005).

Aufmerksamkeit: Selektivität und Bias
Die Befunde zur Aufmerksamkeit gehören zu den am besten untersuchten Bereichen. Ein zentrales Ergebnis ist das Vorliegen eines Aufmerksamkeitsbias gegenüber bedrohlichen Reizen. Dieser zeigt sich darin, dass entsprechende Reize schneller erkannt, länger beachtet oder schwerer ignoriert werden (Mathews & MacLeod, 2005; Millan et al., 2012).
Interessanterweise ist dieser Bias nicht in allen Situationen gleich stark ausgeprägt. Er scheint insbesondere unter Bedingungen erhöhter Unsicherheit oder emotionaler Aktivierung aufzutreten. Gleichzeitig zeigen einige Studien, dass die generelle Aufmerksamkeitsleistung – etwa in neutralen Testsituationen – nur geringfügig beeinträchtigt ist (Gkintoni & Ortiz, 2023; Millan et al., 2012).

Exekutive Funktionen: Differenzierte Teilbereiche
Exekutive Funktionen stellen einen weiteren wichtigen Bereich dar, zeigen jedoch ein heterogenes Muster. Während globale Einschränkungen nicht durchgängig nachweisbar sind, lassen sich für einzelne Teilfunktionen spezifische Defizite identifizieren. Besonders häufig betroffen ist die kognitive Flexibilität, also die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Denk- oder Handlungsstrategien zu wechseln (Rabner et al., 2024; Giomi et al., 2021; Karaca Cengiz et al., 2025).
Die Befunde zur Inhibition sind weniger eindeutig. Einige Studien zeigen keine signifikanten Unterschiede, während andere auf subtile Veränderungen hinweisen, die insbesondere unter hoher kognitiver Belastung sichtbar werden (Suddell et al., 2023; Ferreri et al., 2011).
Diese differenzierte Befundlage legt nahe, dass exekutive Funktionen nicht einheitlich beeinträchtigt sind, sondern dass spezifische Teilprozesse unterschiedlich sensitiv gegenüber Angst sind (Castaneda et al., 2008).

Reaktionsgeschwindigkeit und Reaktionsmuster
Ein weiterer relevanter Befund betrifft die Reaktionsgeschwindigkeit. Meta-analytische Arbeiten zeigen, dass Personen mit Angststörungen in bestimmten Aufgaben langsamere Reaktionszeiten aufweisen, gleichzeitig jedoch eine höhere Genauigkeit erzielen (Majeed et al., 2023).
Dieses Muster wird häufig als Ausdruck eines Speed-Accuracy-Trade-offs interpretiert: Betroffene verlangsamen ihre Reaktionen bewusst oder unbewusst, um Fehler zu vermeiden. Dies kann als kompensatorische Strategie verstanden werden, die kurzfristig adaptiv ist, langfristig jedoch zu ineffizienten Verarbeitungsstrategien führen kann (Majeed et al., 2023).

Heterogenität als Schlüsselbefund
Ein zentrales Ergebnis der Forschung ist die ausgeprägte Heterogenität neurokognitiver Befunde. Diese zeigt sich auf mehreren Ebenen. Zum einen unterscheiden sich verschiedene Angststörungen in ihren kognitiven Profilen. Während beispielsweise bei Panikstörungen verstärkt reaktionsbezogene Besonderheiten auftreten können, stehen bei generalisierter Angststörung eher anhaltende kognitive Belastungen im Vordergrund (Millan et al., 2012; Giomi et al., 2021).
Zum anderen bestehen erhebliche individuelle Unterschiede innerhalb derselben Diagnosegruppe. Faktoren wie Symptomschwere, Dauer der Erkrankung, Komorbiditäten sowie individuelle Bewältigungsstrategien beeinflussen das kognitive Profil (Suddell et al., 2023).
Schließlich tragen auch methodische Unterschiede zwischen Studien – etwa unterschiedliche Testverfahren oder Stichproben – zur Variabilität der Befunde bei (Castaneda et al., 2008).

Einordnung der Befunde
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass kognitive Veränderungen bei Angststörungen weder als rein defizitär noch als einheitlich beschrieben werden können. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel aus Beeinträchtigungen, Verzerrungen und kompensatorischen Mechanismen (Millan et al., 2012; Mathews & MacLeod, 2005).
Diese differenzierte Betrachtung ist entscheidend, um neurokognitive Befunde sinnvoll in die klinische Praxis zu integrieren und individuelle Unterschiede angemessen zu berücksichtigen.

Warum neurokognitive Testung sinnvoll ist

Viele dieser kognitiven Veränderungen sind im klinischen Gespräch schwer erfassbar. Sie sind oft subtil, situationsabhängig und nicht direkt beobachtbar. Zudem unterliegen Selbstberichte häufig Verzerrungen, da Betroffene ihre eigenen kognitiven Prozesse nur eingeschränkt reflektieren können. Neurokognitive Testverfahren bieten hier einen wichtigen ergänzenden Zugang. Sie ermöglichen es, spezifische Funktionsbereiche unter standardisierten Bedingungen objektiv zu erfassen und individuelle Leistungsprofile abzubilden. Besonders relevant ist dabei der Vergleich zwischen subjektivem Erleben und objektiv messbarer Leistung. Diskrepanzen zwischen beiden Ebenen können wertvolle Hinweise für Diagnostik und Therapie liefern.

Ziel der neurokognitiven Testung bei Angststörungen

Die neurokognitive Testung dient nicht der Diagnose einer Angststörung. Ihr Nutzen liegt vielmehr darin:

  • häufig beeinträchtigte Funktionsbereiche zu identifizieren
  • individuelle kognitive Profile zu erfassen
  • Ansatzpunkte für Intervention und Psychoedukation abzuleiten

Darüber hinaus kann sie zur Therapieplanung und Prognose beitragen, da kognitive Leistungsfähigkeit mit Therapieerfolg in Zusammenhang stehen kann (Knekt et al., 2014). Insbesondere im Kontext individualisierter Behandlungsansätze gewinnt die differenzierte Erfassung kognitiver Funktionen zunehmend an Bedeutung, da sie eine gezielte Anpassung therapeutischer Interventionen ermöglicht. Die Interpretation neurokognitiver Testergebnisse erfordert allerdings eine sorgfältige Einordnung im klinischen Kontext. Testergebnisse sollten daher stets im Zusammenspiel mit klinischen Informationen, Anamnese und weiteren diagnostischen Verfahren interpretiert werden.

Abbildung in der diagnostischen Praxis durch die SFS Test Solution

Die SFS Test Solution „Angststörungen – Neurokognitive Testung“ basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Befunden sowie den diagnostischen Klassifikationssystemen DSM-5-TR und ICD-11. Erfasst werden:

  • Aufmerksamkeit
    • Verarbeitungsgeschwindigkeit (TMT-S, Teil A)
    • Konzentrationsfähigkeit (Selektive Aufmerksamkeit) (TACO)
    • Reaktive Belastbarkeit (DT)
  • Exekutive Funktionen
    • Kognitive Flexibilität (TMT-S, Teil B)
    • Verbales Arbeitsgedächtnis (SPAN, Ziffernspanne rückwärts)
  • Lernen und Gedächtnis
    • Verbales Kurzzeitgedächtnis (SPAN, Ziffernspanne vorwärts)
  • Logisches Schlussfolgern (BMT)

Je nach Fragestellung kann die Testung durch weitere Verfahren ergänzt werden. Zusätzlich steht der Open Access Test GAD-7 (Generalized Anxiety Disorder-7) ergänzend als kostenloser Fragebogen zur Erfassung angstbezogener Symptomatik zur Verfügung. Die Kombination aus objektiver Leistungsdiagnostik und standardisierten Selbstbeurteilungsverfahren ermöglicht eine umfassendere und multimodale Erfassung der Symptomatik.

Fazit

Angststörungen betreffen nicht nur das emotionale Erleben, sondern greifen auch in grundlegende kognitive Prozesse ein. Diese Veränderungen sind oft subtil, heterogen und im klinischen Alltag schwer erfassbar, können jedoch entscheidende Hinweise für Diagnostik und Therapie liefern. Neurokognitive Testverfahren ermöglichen es, diese Prozesse objektiv sichtbar zu machen und individuelle Unterschiede differenziert zu verstehen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten, integrativen klinischen Praxis, die emotionale und kognitive Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Literatur:

Castaneda, A. E., Tuulio-Henriksson, A., Marttunen, M., Suvisaari, J., & Lönnqvist, J. (2008). A review on cognitive impairments in depressive and anxiety disorders with a focus on young adults. Journal of Affective Disorders, 106(1–2), 1–27. https://doi.org/10.1016/j.jad.2007.06.006

Eysenck, M. W., Derakshan, N., Santos, R., & Calvo, M. G. (2007). Anxiety and cognitive performance: Attentional control theory. Emotion, 7(2), 336–353. https://doi.org/10.1037/1528-3542.7.2.336

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Giomi, S., Siri, F., Ferro, A., Moltrasio, C., Ariyo, M., Delvecchio, G., & Brambilla, P. (2021). Executive functions in panic disorder: A mini-review. Journal of Affective Disorders, 288, 107–113. https://doi.org/10.1016/j.jad.2021.03.084

Gkintoni, E., & Ortiz, P. S. (2023). Neuropsychology of generalized anxiety disorder in clinical setting: A systematic evaluation. Healthcare, 11(17), 2446. https://doi.org/10.3390/healthcare11172446

Karaca Cengiz, S. N., Guney, E., Ozaslan, A., & Saripinar, E. G. (2025). Theory of mind, metacognition, and executive functions in adolescents with social anxiety disorder: A comparative study. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 19(1). https://doi.org/10.1186/s13034-025-00968-4

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Millan, M. J., Agid, Y., Brüne, M., Bullmore, E. T., Carter, C. S., Clayton, N. S., … Young, L. J. (2012). Cognitive dysfunction in psychiatric disorders: Characteristics, causes and the quest for improved therapy. Nature Reviews Drug Discovery, 11(2), 141–168. https://doi.org/10.1038/nrd3628

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Suddell, S., Mahedy, L., Skirrow, C., Penton-Voak, I. S., Munafò, M. R., & Wootton, R. E. (2023). Cognitive functioning in anxiety and depression: Results from the ALSPAC cohort. Royal Society Open Science, 10(8). https://doi.org/10.1098/rsos.221161

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