Willkommen in der Welt der Verkehrspsychologie

Traffic
Straßenverkehr

Alkohol, Drogen und Verkehrsverstöße sind Ihnen nicht fremd? Rein beruflich natürlich, eh klar. Die Abkürzungen DT, RT, ATAVT, COG & CO sind Ihnen ähnlich vertraut wie ihr eigener Name? Dann werden eventuell die folgenden Blogartikel frischen Wind in ihren Arbeitsalltag bringen. 

Verkehrspsychologie – was bist du? 

Auch wenn der Begriff „Verkehrspsychologie“ auf den ersten Blick für viele von uns recht eindeutig erscheint, ist er international gesehen ziemlich heterogen genutzt. Nicht alles, was international als Verkehrspsychologie bezeichnet wird, würde im deutschsprachigen Raum auch so verstanden werden. Einerseits gibt es Länder, in denen zwar Psychologinnen und Psychologen die Fahreignung überprüfen, es aber den eigentlichen Beruf der Verkehrspsychologin/des Verkehrspsychologen mangels fehlender postgradueller Qualifikation gar nicht gibt. Andererseits gibt es Länder, in denen es das Berufsbild der Verkehrspsychologin/des Verkehrspsychologen zwar gibt, diese aber in anderen Bereichen arbeiten, als es in deutschsprachigen Ländern üblich ist. Solche Bereiche wären z.B. Personalauswahl von Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern, oder die Bestimmung der Fahreignung nach neurologischen Akutereignissen wie z.B. Schädel-Hirn-Traumata, nicht jedoch in Begutachtungen bei klassische Alkohol- oder Drogenfragestellungen. 

Unterschiedlich sind auch die Einsatzbereiche. In der Primärprävention geht es z.B. um die verkehrspsychologische Eignungstestung zur Erlangung einer bestimmten Führerscheinklasse. In der Sekundärprävention geht es z.B. um die Rückfallprävention von Verkehrsverstößen. In der Tertiärprävention beschäftigt man sich mit der Wiederherstellung der Fahreignung.  Genauso heterogen wie die Anwendungsfelder und Einsatzbereiche sind auch die Berufsqualifikationen, die gesetzliche Grundlagen und die geforderten Gütekriterien, und variieren somit von Land zu Land. Der Zweck der Verkehrspsychologischen Diagnostik ist jedoch allen Ländern gemeinsam, nämlich die Verkehrssicherheit zu erhöhen.  

In unserer neuen Blogreihe Willkommen in der Welt der Verkehrspsychologie wollen wir einen Blick in andere Länder werfen, um zu verstehen, wie verkehrspsychologische Diagnostik anderorts abläuft. Dazu haben wir Gastautorinnen und Gastautoren aus dem jeweiligen Land eingeladen, uns ihre Tätigkeit vorzustellen. Bleiben Sie dran, und begleiten Sie uns auf unserer Weltreise durch die verkehrspsychologische Diagnostik!